Citizen Science

Mit Citizen Science wird die aktive Beteiligung von Bürger:innen an der wissenschaftlichen Forschung (Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften, Technik, Medizin und Kunst) bezeichnet. Diese Beteiligung kann dabei sowohl auf der Ebene der Datengewinnung als auch deren Auswertung erfolgen und unterliegt der Einhaltung wissenschaftlicher Standards. Das Potential von Citizen Science liegt in der gegenseitigen Bereicherung von Gesellschaft und Wissenschaft. Bürger:innen erhalten Zugang zur Forschung, im Sinne der Wissenschaftskommunikation können Vorurteile abgebaut und Akzeptanz von Forschung aufgebaut werden. Der Zugang zu Forschung(-sergebnissen) im Sinne der Open Science spielt dabei eine wesentliche Rolle. Viele Forschungsprojekte wären ohne die Beteiligung von Büger:innen nicht realisierbar. 
In Österreich gibt es eine Vielzahl an Citizen Science-Initiativen und -Netzwerke.
Einen Überblick (Zusammengestellt vom Zentrum für Citizen Scinece) finden Sie unter:
Citizen Science - Initiativen, Netzwerke, Plattformen, Förderungen

 

 

Citizen Science an der Universität für Angewandte Kunst

Auch an der Universität für angewandte Kunst gibt es Zahlreiche Citizen Science Projekte.
Citizen Science Kontaktperson der Angewandten ist Ruth Mateus-Berr Leiterin des Zentrums Didaktik für Kunst und interdisziplinären Unterricht. Die Citizen-Science-Kontaktpersonen wurden vom BMBWF und dem Zentrum für Citizen Science (OEAD) an österreichischen Forschungseinrichtungen initiiert. 
Mehr Informationen finden Sie hier:
Zentrum für Citizen Science

Wenn auch Sie ein Citizen Science Projekt an der Angewandten durchführen oder einen Projektpartner zu Citizen Science an der Angewandten suchen, informieren Sie uns bitte.
KONTAKT:
Univ.-Prof. Mag. art. Dr. phil. Ruth Mateus-Berr
Leitung Zentrum Didaktik für Kunst und interdisziplinären Unterricht
Universität für angewandte Kunst Wien
Büro: Vordere Zollamtsstrasse 7 / 4 / 416
1030 Wien / Austria
T  +43 1 711 33 2732
E  ruth.mateus-berr@uni-ak.ac.at 

 

 

Abgeschlossene Projekte

Zentrum Didaktik für Kunst und interdisziplinären Unterricht 

Bits and Bites Sommersemester 2022:
„BITS & BITES 2: Outside the Bubble – Transdisziplinäres Forschen mit Citizen Science
Pamela Bartar und Michaela Konrad

Institut für Kunstwissenschaften, Kunstpädagogik und Kunstvermittlung

Veranstaltung: Von Open Science zu Citizen Science: Openness und Kunst- und Museumsbibliotheken 09-10.12 2021
Vortrag: FAIR and Open – ein neues Forschungsinformationssystem für Kunstuniversitäten
Florian Bettel

Florian Bettel sprach am 9. Dezember über das von der Angewandten entwickelte Forschungsinformationssystem „Portfolio & Showroom“ – eine alternative und offene Software von und für Kunstuniversitäten (vgl. portfolio-showroom.ac.at). Mit der Entwicklung der Software untersucht das laufende Forschungsprojekt zudem Aspekte der Digitalisierung und Quantifizierung von Kunst und Wissenschaft, insbesondere der Bemessung von Forschungsergebnissen auf Basis von Metriken (u.a. Impact Factor). Der Vortrag ist Teil der Tagung „Von Open Science zu Citizen Science: Openness und Kunst- und Museumsbibliotheken“, die von der Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken (AKMB) in Zusammenarbeit mit der Initiative Fortbildung ins Leben gerufen wurde.
FAIR and Open – ein neues Forschungsinformationssystem für Kunstuniversitäten

Zentrum Didaktik für Kunst und interdisziplinären Unterricht

Experimentierlabor Wintersemester 2020: 
Kunst und Citizen Science: Open Educational Resources in der Vermittlung 
Pamela Bartar 

Das Experimentierlabor Kunst und Citizen Science: Open Educational Resources in der Vermittlung lud zu einer kritischen Auseinandersetzung ein, was der Einsatz von kollaborativer Wissensproduktion und Citizen Science (CS) an der Schnittstelle zu Kunst/Design für Vermittlung und Unterricht bereithält. An der Schnittstelle zur Kunst können u.a. Projekte der BioArt oder partizipative Projekte im Bereich Socially En- gaged Art, in denen Künstler*innen zum Instrument von Communities werden, zugerechnet werden.  
Neben einem theoretischen Input bot die LV im WS 2020/21 auch die Möglichkeit zur Mitwirkung im Rahmen eines konkreten Kooperationsprojekts mit der Volkshochschule Wien (VHS Wien) und interessierten Bürger*innen, das Citzen Science und Aspekte aus Speculative Design/ Forsight und Urban Design Thinking verband. 

Zentrum Didaktik für Kunst und interdisziplinären Unterricht

Bits and Bites Wintersemester 2020:
„BITS & BITES 2: Art education meets circular economy. Imagination für neue Zukunftsbilder und Bürger*inneninitiative“ 
Pamela Bartar und Nicoletta Blacher

Im Rahmen der Lehrveranstaltung bot die Online Veranstaltung am 3. November 2020 Studierenden verschiedener LVs und interessierten Bürger*innen die Möglichkeit, im Rahmen eines Online-Workshops an der Entwicklung eines Citizen-Science-Projekts mitzuarbeiten. 
Die Pilotstudie für ein Forschungsprojekt mit Bürger*innenbeteiligung rief auf, individuelle und gemeinsame Visionen zu einem nachhaltigeren Leben in der Stadt mit Fokus auf die Kreislaufwirtschaft zu entwickeln. Dies geschah mithilfe von bürgerwissenschaftlichen Herangehensweisen und kreativen Techniken. Ob Kleidung, Nahrung, oder die Energie für das Handy – wie schadet unser Konsum unserer Umwelt und unserem Lebensraum in der Stadt? Wie müsste unser Lebensraum und unser Alltag aussehen? Wo können sie im öffentlichen Raum Wiens nachhaltige Ideen und Initiativen zur Kreislaufwirtschaft feststellen? Welche öffentliche Orte Wiens würden sich für Maßnahmen der Kreislaufwirtschaft anbieten? Und in welcher Form? Und wie dokumentieren Sie mit künstlerischen oder kreativen Techniken bereits bestehende Maßnahmen oder Ihre Zukunftsvisionen von Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit? 
Ziel des Projekts war die Erprobung von verschiedenen künstlerisch-kreativen Verfahren und Methoden zur Dokumentation der Kreislaufwirtschaft in Wien. Gemeinsam sollten diverse Problemfelder erkannt, neue Visionen geboren und Herangehensweisen erprobt werden. Anschließend war die gemeinschaftliche Entwicklung eines offenen digitalen Stadtplans bzw. eines Social Media Mappings von Wien geplant, zu dem Teilnehnmer*innen der VHS sowie der Lehrveranstaltung zu einem künstlerischen oder kritisch-kreativen Beitrag eingeladen waren.